Formen-Seminare

Der Begriff Kampfkunst darf nicht lediglich eine Kunstform bezeichnen, die sich auf kämpferische Ausdrucksformen bezieht, sondern muss die Kunst kämpfen zu können zum unmittelbaren Gegenstand haben. Denn ansonsten dient die-se Kunst nur einer abstrakten Muse, nicht aber dem konkreten Leben. Unsere sämtlichen Seminare haben deshalb auch den realen Charakter des Kampfes zum Gegenstand. So lernen Sie bei uns keine folkloristischen Geschicke, sondern Verhaltensweisen, die Sie auch im Ernstfall anwenden können. Dies gilt auch für unsere Formenseminare, denn die Formenlehre dient nicht nur — wie oftmals ein Gedicht im Deutschunterricht — der fachlichen „Allgemeinbildung“, als Prüfungsinhalt oder konkurrenzfähige Kür bei sportlichen Vergleichen, sondern soll den Übenden auch befähigen, das Wesentliche der Situation zu erkennen, seine Konzentrationsfähigkeit darauf auszurichten und diese so zu stärken.

Durch unsere Formenseminare vermitteln wir deshalb nicht nur die Choreographie der Formen, sondern auch die kämpferischen Belange der mentalen Haltung während des Formenlaufens sowie der körperlichen Umsetzung der einzuhaltenden Grundspannung, Bewegungsdynamik und –kontrolle sowie die Differenzierung der kämpferischen Sequenzen. Die hierdurch entstehende Synergetik von Konzentration, Atemkontrolle und kämpferischem Ausdruck vermittelt den Seminarteilnehmern jene Authentizität, welche die geübte Form auf eine höhere Ebene bringt. Sie transzendiert die Belange der darstellerischen Künste weit über Prüfungen und Wettkämpfe hinaus und wird so zu einem Teil des Seminarteilnehmers. Denn „begreift man die Philosophie in all ihrem Umfang, so erschließt sich dem Lernenden ein Weg, das zu Erlernende mit einer Haltung zu internalisieren, welche die Form jeder einzelnen Technik in ihrer Dimension erweitert“.

Die Formenseminare der Kubayamashi-Do umfassen die 24 Hyongs sowie die 17 Poomsae des Taekwon-Do. Sämtliche Bewegungsdetails werden während der Seminare explizit erörtert, in grundschulischen Vorbereitungen geübt, zusammengefügt, sequenziert und letztendlich synergetisch miteinander verbunden. Als Ziel sollen die Seminarteilnehmer die Form nicht nur körperlich beherrschen, sondern ihren Charakter auch tatsächlich empfinden.

 

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